Wenn ich mir was wünschen dürfte …

Ja, wenn jetzt Weihnachten wäre. wenn wünschen noch helfen würde, wenn ich einen Wunsch frei hätte, der dann auch erfüllt würde.
Ich würde eine  „SPD 2.0“ wünschen. Historisch interessierte werden einwänden, wenn schon, dann wäre das eine „SPD 4,5,6“ (was auch immer), denn die lange Strecke die unsere SPD hinter sich hat, ist ja auch eine Geschichte der Veränderung (das war jetzt mein „Friedensangebot“ an die Freunde in der … real existierenden SPD).

Eigentlich ist es ja recht einfach, tief in sich, weiss ja jeder in der SPD wie die Partei sein wollte. Ja gut, vielleicht denkt da jeder was anderes. Aber „eigentlich“ möchte man doch den vielen „guten Willen“, der durch unsere geschwätzigen Parteiprogramme nur schlecht verdeckt wird und man möchte ja am liebsten die Handvoll Dampfplauderer, Selbstdarsteller, Karrieregeilen – die möchte man los sein.
Also die auf Bundesebene. Und die paar auf Landesebene. Oder …
Jedenfall die mit denen man zu tun hat!

Die Verantwortlichen der jetztigen SPD tun so, als wenn die Mitgliederabstimmung zur Groko 2017/2019 schon für „pro“ gewonnen wäre. Nachts aber träumen sie den Abstimmungen zum Brexit und von der Trump-Wahl (wie sicher wir da alle waren -g-) und müssen sich am Morgen nach den finsteren Träumen vor Aufregung übergeben.
Die Welt ist dauerschwanger mit der Erwartung auf das „freudidge Ereignis“ und voller Angst vor der … „Entbindung“.

Das „soziale“, das „moderne“, das „demokratische“, das „aufklärerische“, das „freiheitliche“, das „humane“  – das braucht eine gemeinsame Hülle. Eine Form, eine Gemeinschaft.
Etwas, wo sich alles genannte  – und mehr -entfalten kann, sein Potenzial entwickeln, seine Widersprüche klären, seine  – so hoffen wir –  Kompromisse finden kann.

Die CDU/CSU kämpft nach aussen hin mit der Kanzlerfrage, nach innen mit den Begriffen „konservativ“ und „christlich“. Wie geht man mit „christlich“ um, wenn man schlechte Beispiele religionsorientierter  anderer Staaten vor Augen hat. Wie trennt man das „bewahrende“ von „konservativ“, vom rückschrittlichen Muff der Zukunftsverweigerer.

Die Liberalen müssen sich mit der Kälte einer Idee auseinandersetzen, die Freiheit oft nur für die Tüchtigen suchte, das sozial-liberale als verblassende Erinnerung kennt und der Egoismus von Gruppen und Personen nicht fremd ist.

Also, so gesehen … Erneuerungen im sogenannten „linken Spektrum“  sind damit verglichen eigentlich nur ein Spaziergang.
Nur … losgehen muss man halt!

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