Arbeit, ist immer die Arbeit der anderen …

Die Haltung zur Arbeit gehört für jede Partei zu den grundsätzlichen Positionsbestimmungen.
Oft wird vom „Recht auf Arbeit“ gesprochen, SPD und die Linke kennen sogar „gute Arbeit“ (nicht bekannt ist, ob sie auch „böse Arbeit“ kennen).

Beide versuchen sich auch in einer Definition ihres Begriffs von Arbeit.

Bei Stegner sieht das so aus:
http://www.ralf-stegner.de/de/arbeit
Er beginnt damit was Arbeit nicht ist … ! (Privileg)
Dann erklärt er Arbeit sei ein „Recht“ und schmückt dies mit einigen „für mich ist …“-Sätzen aus.
Passt irgendwie zu dem „jugendlichen“ Bild im Kopf des Artikels. Stellt aber die Frage, warum „für mich ist“ etwas verbindliches für eine Partei sein sollte.
Bei der (SPD-)Bundespartei ist Arbeit mit Mindestlohn und Renten …  und einer ungenau bleibenden Vorstellung von Gerechtigkei verknüpft.
https://www.spd.de/standpunkte/gute-arbeit-faire-bezahlung-gerechte-renten/
Nicht wirklich falsch, nicht wirklich neu, nicht wirklich überraschend.

Bei der Linken findet sich ein längerer Aufsatz –
https://www.die-linke.de/partei/dokumente/programm-der-partei-die-linke/iv1-wie-wollen-wir-leben-gute-arbeit-soziale-sicherheit-und-gerechtigkeit/gute-arbeit/
aber insgesamt scheint man zu meinen, die SPD hätte schon alles gesagt und die SED-Vergangenheit hätte zuviel zum Thema gesagt.

Die CDU
Zur Arbeit sagt die CDU selbst, zumindest verglichen mit den „roten“ Parteien wenig.
Auch im Grundsatzpapier der CDU ist Arbeit dem Thema „Unternehmerische Initiative“ unter geordnet.


Arbeit – bzw. die „Arbeiterschaft“ – heute würde man eher von Arbeitnehmern sprechen, ist Keimzelle der SPD – selbstverständlich wesentlich für unseren überkommenen Wirtschaftsbegriff und sogar für Feministinnen heute ein Grundsatzthema.

Das Arbeitsentgeld ist Teil der Diskussion, scheint manchmal das Thema zu dominieren, kann aber nur im Zusammenhang mit dem Einkommen der Gesellschaft gesehen werden.
In -linken- Parteien, hat es sich durchgesetzt die Rolle der Gewerkschaften zu betonen, sich als Sprachrohr der Gewerkschaften zu sehen. Ob das gut ist, sollten wir versuchen zu überprüfen.

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